MIT Mittelhessen: Regionalität stärken – regionale Erzeuger gemeinsam fördern

Datum des Artikels 17.08.2026
Pressemeldung

Der Bezirksvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Mittelhessen hat seine Vorstandssitzung bei der MGH „Gutes aus Hessen“ GmbH in Rosbach abgehalten. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein Wirtschaftsgespräch mit der Geschäftsführerin Julia Kraushaar über die Bedeutung regionaler Wertschöpfung, die Vermarktung heimischer Lebensmittel sowie die Zukunftsperspektiven der Regionalität in Hessen.

In dem Austausch  wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert regionale Erzeugung für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Hessen einnimmt. „Gutes aus Hessen“ leistet einen wichtigen Beitrag, regionale Erzeuger, Verarbeiter, Lebensmittelhandwerk und Verbraucher miteinander zu vernetzen und die Sichtbarkeit heimischer Produkte nachhaltig zu stärken.

„Hinter fast jedem regionalen Produkt aus Hessen stehen landwirtschaftliche Familienbetriebe. Wenn diese Betriebe verschwinden, geht  auch regionale Versorgung und Wertschöpfung verloren. Angesichts des wachsenden Drucks durch internationale Wettbewerbsbedingungen erfüllt uns die Entwicklung mit Sorge. Politik, Handel und Verbraucher müssen gemeinsam Verantwortung für die Zukunft unserer heimischen Landwirtschaft übernehmen“, so Julia Kraushaar, Geschäftsführerin der MGH Gutes aus Hessen.

Die Nachfrage nach regional erzeugten Lebensmitteln wächst kontinuierlich. Gleichzeitig stehen jedoch landwirtschaftliche Betriebe und das Lebensmittelhandwerk vor erheblichen Herausforderungen. Höhere Produktionskosten, steigende Energie- und Betriebsausgaben sowie ein zunehmender bürokratischer Aufwand belasten die Unternehmen. Hinzu kommt, dass zahlreiche Förderprogramme mit komplexen und teilweise widersprüchlichen Anforderungen verbunden sind und dadurch in der Praxis häufig nur eingeschränkt wirken. Auch die Weiterentwicklung der hessischen Regionalvermarktung – unter anderem im Rahmen der Nachfolge des ehemaligen Ökomodellland-Programms und der Initiative „Hessen schmeckt“ – müsse aus Sicht der MIT stärker auf die Bedürfnisse der Betriebe ausgerichtet werden.

Der Bezirksvorsitzende der MIT Mittelhessen, Raif Toma, betonte: „Regionale Landwirtschaft und ein starke Familienunternehmen gehören meines Erachtens untrennbar zusammen. Wer vor Ort produziert, schafft Arbeitsplätze, stärkt die Versorgungssicherheit und sichert Wertschöpfung in unserer Heimat. Deshalb müssen die politischen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass sich Leistung und unternehmerisches Engagement wieder lohnen und nicht durch übermäßige Bürokratie ausgebremst werden.“

Für die MIT Mittelhessen ist klar: Die Landespolitik muss die gesellschaftliche Akzeptanz regional erzeugter Lebensmittel weiter stärken. Gleichzeitig braucht es verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die Investitionen des Mittelstandes erleichtern, Innovationen fördern und Bürokratie konsequent abbauen.

„Gutes aus Hessen“ zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreiche regionale Vermarktung funktionieren kann. Dieses Engagement verdient politische Unterstützung, bessere Rahmenbedingungen und deutlich mehr öffentliche Sichtbarkeit.

Die MIT Mittelhessen spricht sich daher für eine gezielte Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten, eine praxisnahe Ausgestaltung von Förderprogrammen sowie einen konsequenten Bürokratieabbau bei unternehmensrelevanten Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren aus. Der regelmäßige Dialog mit Unternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben und den Akteuren vor Ort bleibt dabei ein zentraler Bestandteil der politischen Arbeit der MIT in Mittelhessen. Die gewonnenen Erkenntnisse wird die MIT weiterhin aktiv in Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern einbringen und konkrete Lösungsvorschläge entwickeln.