Die Aussicht auf eine Waffenruhe gibt Hoffnung. Preisstürze an den Rohölmärkten müssen jetzt unmittelbar an die Verbraucher weitergegeben werden, fordert die MIT Hessen. Die MIT Hessen beobachtet mit Sorge, dass Preissenkungen für Energie am Weltmarkt häufig nur schleppend bei den Verbrauchern ankommen, während Preiserhöhungen extrem schnell weitergegeben werden. Diese Praxis belastet in einer wirtschaftlichen Krisensituation sowohl Unternehmen als auch private Haushalte erheblich und gefährdet Wohlstand und Arbeitsplätze.
Faire Energiepreise sind ein zentraler Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Hessen und Deutschland. Eine funktionierende und transparente Preisweitergabe sei daher im Interesse von Wirtschaft und Verbrauchern gleichermaßen, erklärte der MIT-Landesvorsitzende Marco Reuter.
Für den Fall, dass der Krieg doch andauern und die Kraftstoffkrise anhalten sollte, fordert der Landesverband der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Hessen, die staatlich verursachte Verteuerung von Energiekosten schnellstens konsequent zu stoppen.
„Viele Betriebe – insbesondere im Handwerk, in der Logistik und im Dienstleistungsbereich – stehen durch die hohen Kosten der letzten Tage unter erheblichem Druck. Sollte die Waffenruhe scheitern und der Konflikt länger fortgesetzt werden, braucht es nationale Maßnahmen, die unmittelbar Wirkung entfalten“, fordert der MIT-Landesvorsitzende Marco Reuter.
Staatliche Preistreiber stoppen
Die MIT Hessen spricht sich in diesem Fall – ebenso wie die Junge Union Hessen – für die zeitnahe Umsetzung folgender Maßnahmen aus:
- Senkung der Energiesteuern auf Diesel, Benzin, Gas und Heizöl – mit einer möglichen Entlastung von rund 35 Cent pro Liter Benzin und etwa 17 Cent pro Liter Diesel.
- Absenkung der Stromsteuer für alle Verbraucher auf das europäische Mindestniveau, um Haushalte und Unternehmen spürbar zu entlasten.
- Vorübergehende Aussetzung der CO2-Abgabe, die zusätzlich eine Reduzierung der Kraftstoffpreise um etwa 17 Cent pro Liter ermöglichen würde.
Die MIT Hessen betont, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen kurzfristig wirken und gleichzeitig strukturelle Verbesserungen schaffen können. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in einer längeren Krise zu sichern, Arbeitsplätze zu stabilisieren und die finanzielle Belastung für Arbeitnehmer zu reduzieren.
Die Finanzierung könnte zum Großteil durch Rückgabe der krisenbedingten Steuermehreinnahmen des Staates erfolgen, die sich auf mehrere Milliarden Euro belaufen dürften.

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